Ursachen von Flugangst sind mehr als Turbulenzen oder Geräusche

"Flugangst kann JEDEN treffen! Die Ursachen liegen in einer Kombination aus persönlichen Erlebnissen, Veranlagung und individuellen Ängsten"


Flugangst: Ursachen und Wirkung

Flugangst Ursachen bewirken, dass ein dieses männliche Gesicht geplagt von Flugangst aussieht

Flugangst kann auch im Jahr 2016 noch jeden treffen – unabhängig von Alter, Geschlecht sowie der Tatsache, ob der oder die Betroffene noch nie geflogen ist oder bereits hunderte Flüge mit dutzenden Airlines hinter sich hat. Die Welt ist klein geworden und das Reisen mit dem Flugzeug rückt immer mehr in den Mittelpunkt. Dabei sitzen Piloten, Flugbegleiter und Passagiere alle in einem Boot. Doch was begünstigt Flugangst und wie kann man ihre Ursachen erklären?

Ein Mensch der bisher niemals vor dem Fliegen Angst hatte und entspannt war, erlebt und erlernt beispielsweise bei einem Flug die Angst abzustürzen und zu sterben. Dies geschieht vorrangig durch die Beobachtung seiner Umgebung während des Fliegens. Zum einen könnte es natürlich ein unruhiger Flug gewesen sein. Turbulenzen und schlechtes Wetter lassen das Flugzeug Bewegungen machen, die der Betroffene bisher nicht erlebt hat und die ihm nun außergewöhnlich, gar gefährlich vorkommen. Des Weiteren kann er mitreisende Passagiere beobachten die offensichtlich gerade in einem solchen Augenblick Ängste erleben. Der Betroffenen redet sich nun selbst ein, dass es für die Angstreaktion der beobachteten Passagiere einen Grund geben muss. Nun folgert er aus situativer Naivität und wider besseren Wissens, dass Turbulenzen und bestimmte Flugzeugbewegungen wohl doch gefährlich sein müssen. Im Folgenden wird auch er unruhig und der Teufelskreis der Flugangst beginnt...

Dieses Szenario, gepaart mit lebhafter Vorstellungsweise und fehlendem Realwissen, wandelt eine früher als neutral oder gar angenehm erlebte Flugsituation in eine fortan mit Flugangst behaftete um.

Dieser lerntheoretische Erklärungsansatz allein reicht aber nicht aus! Denn eine logische Schlussfolgerung wäre ja, dass Menschen, die sich unter ähnlichen Lern- und Umweltbedingungen aufhalten und entwickeln, ebenfalls eine solche Angststörung und Phobie entwickeln. Dem ist aber nicht so. Eine gewissen biologische Disposition (neurobiologischer Ansatz) spielt eine ebenso große Rolle wie der psychoanalytische Ansatz, der erklärbare Zusammenhänge zwischen unserer Psyche, unseren Körperfunktionen sowie unserer Umwelt widerspiegelt. Was das heißt? Einfach gesagt, wenn diese drei Bereiche der Psychoanalyse im Einklang sind und harmonisch interagieren, sind unsere Psyche und damit auch wir als Individuen im "Gleichgewicht".

Treten nun innerhalb eines Individuums Konflikte auf, so entstehen im Sinne einer Angststörung oder Phobie Symptome, die einen inneren Kompromiss bezüglich des von der Psyche angestrebten Gleichgewichts und der vorherrschenden Gegebenheit darstellen. Misslingt dieser Kompromiss, tritt Angst auf, welche sichtbar und als ursprünglich innerlicher Konflikt, nach außen verschoben wurde. Das Verhalten innerhalb einer Phobie (z.B. Vermeidungsverhalten) wird zu einem Abwehmechanismus gegen die Angst, respektive dem ursprünglichen innerlichen Konflikt. Die Angst wird also auf ein Objekt oder eine Situation verschoben (z.B. das Fliegen), was unter Umständen in keinem direkten Zusammenhang zum inneren Konflikt stehen muss. Beispiel: Die Angst zu fliegen, abzustürzen, alles zu verlieren, ist in Wahrheit eine tief sitzende Existenzangst, mit deren Bekämpfung das Individuum momentan überfordert ist.

Allen Phobien ist gemeinsam, dass die Betroffenen vor etwas Angst haben, wovor Menschen ohne diese Phobie keine oder nur deutliche verminderte Angst, umgangssprachlich "Respekt" haben. Es ist an dieser Stelle höchst interessant, das Phobiker in der Regel um die Irrationalität ihrer Angst wissen. Denn auch für die Aviophobie gilt: Das Gefährlichste am Fliegen ist der Weg zum Flughafen...

 

Was kann Flugangst noch auslösen oder begünstigen? Hier ein paar weitere Beispiele:

  • "Beifahrersyndrom"

  • Angst vor der Angst

  • Mangelndes Vertrauen in Technik und Physik

  • Medieneinflüsse

  • Stress

Diese und mehr auslösenden Faktoren resultieren meist in folgendem Verhalten: Das Fliegen wird vermieden! Leider bezeichnet die Psychologie dieses Vermeidungsverhalten als "negative Verstärkung" und hat zur Folge, dass Sie die Angst vorm Fliegen niemals verlieren werden.

Doch damit ist jetzt Schluss! Sagen Sie: "NEIN!" zu Ihrer Flugangst und melden Sie sich noch heute zu einem unserer Flugangstseminare in Ihrer Nähe hier an!

Viele weitere wichtige und nützliche (Hintergrund-) Informationen sowie Fragen und Antworten finden Sie hier in unseren frequently asked questions!